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Reutlinger 60plus beim Neujahrsempfag

AG 60plus

Die Reutlinger AG60-Delegation

Die Reutlinger Arbeitsgemeinschaft 60 plus der SPD war Gast beim Neujahrsempfang der Landesarbeitsgemeinschaft und berichtet vom Vortrag der ehem. Justizministerin Herta Däubler-Gmelin.

Die Reutlinger Arbeitsgemeinschaft 60 plus der SPD war Gast beim Neujahrsempfang der Landesarbeitsgemeinschaft und berichtet vom Vortrag der ehem. Justizministerin Herta Däubler-Gmelin.

Referentin war Herta Däubler-Gmelin

Gleich zu Beginn machte sie vor etwa 200 – 300 Gästen deutlich, dass die neuen Probleme die alten sind. Sie trifft das Unbehagen weiter Kreise und vieler Menschen, sicher sowohl in, als auch außerhalb der SPD, wenn sie beklagt, dass man in der politischen Diskussion vor lauter Pragmatismus und Kompromissfindung gelegentlich den Eindruck gewinnt, dass scheinbar alles beliebig und letztlich nicht unbedingt einem unverrückbaren Ziel zugeordnet ist und die jeweiligen Politiker dadurch austauschbar erscheinen, weil sie in ihren Zielen und Haltungen nicht mehr erkennbar sind.
Verkrustungen und Abwehrmechanismen innerhalb der Parteien führen zur Abschottung; es scheint wichtiger zu sein: Wen unterstützen wir? statt: Was unterstützen wir?
Die Kernfrage muss lauten: Was unterstützen wir
Wege aus der Krise der Parteiendemokratie können somit nur in „Öffnungsprozessen“ liegen; die SPD muss ihrer Meinung nach Diskussionsprozesse in die Partei bringen, statt sich nach außen abzuschließen. Das hat allerdings auch eine „Verschiebung in den Gehirnen“ zur Voraussetzung: Denkanstöße von außen sind keine Störung des innerparteilichen Betriebes, sondern unabdingbar, um Antworten auf die wesentlichen Fragen – gestern wie heute – zu finden:
Welche Rolle soll der Staat spielen? Wie schaffen wir es, die Kluft zwischen Arm und Reich, bei uns und weltweit, zu verringern? Wie gehen wir mit immateriellen Gütern, wie Solidarität, die allerdings eine Konkretisierung in Gesetzgebungsvorgängen finden müssen, um?
Das Staatsverständnis muss neu gefunden werden
Zum Schluss appellierte sie aber auch an alle Anwesenden höchst persönlich: Jeder einzelne Sozialdemokrat ist besonders herausgefordert, in seinem persönlichen Lebensstil und seinem täglichen Verhalten die Ideale der Sozialdemokratie widerzuspiegeln, sich zu engagieren, wenn immer er oder sie die Würde des Menschen und die Ideale von Freiheit, Gleichheit und Solidarität in Gefahr sieht, ob in der Kinderarbeit auf den Philippinen, in der Bedrohung der Gestaltung Europas auf Grund nationalstaatlicher Egoismen oder bei uns in Deutschland in der Frage prekärer Arbeitsverhältnisse.

 

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